Unser Zuchtziel

"The true Border Collie combines good health, temperament, working ability, brains and beauty"

Lightspeed Border Collies
Unter dem Zwingernamen "Lightspeed" versuchen wir, doppelt registrierte Border Collies zu züchten, die dem Standard entsprechen und gesundheitlich einwandfrei sowie wesensfest sind. Da wir mit unseren Hunden sehr aktiv bei Bewerben im Schafehüten, Agility und Obedience teilnehmen, ist uns die Eignung unserer Welpen für Arbeit und Hundesport, sowie die optimale Begleitung und Förderung der Welpen und ihrer Besitzer außerordentlich wichtig.
Under the Lightspeed prefix we try to breed dual (FCI and ISDS) registered Border Collies, with good looks, good health and good temperaments. As we are very active in sheepdog trialling, Agility and Obedience, it is very important to us that the dogs that are bred by us have the ability to excell in those disciplines. We expect our puppy owners to try to make the very best of their dogs potentials, but we are also eager to help them in every aspect, for example by finding suitable training facilities.


When requested we also organize training days and herding clinics for Border Collies as well as all other herding breeds.
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Welpeninteressenten finden unter dem Punkt "Über Border Collies" alles Wesentliche über diese besondere Rasse, unsere Zuchtethik sowie unsere Erwartungen an Welpenkäufer.
Wir stehen gerne für alle Ausbildungsfragen zur Verfügung und organisieren auf Anfrage Trainingstage, sowie Hütetage für Border Collies, aber auch Shelties, Beardies, Aussies und eventuelle andere Hütehunderassen.
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Österr. Hütehunde Verein (ASDS)
Familie H ist bei uns auf Welpenbesuch: Mutter, Vater, zwei halbwüchsige Kinder sind rund um die Wurfkiste versammelt. Jeder knuddelt mit einem süßen, flauschigen, schwarz-weißen Welpen. Die Mutter, die gerade mit Argusaugen jeden Welpen umdreht und betrachtet, war diejenige, die uns angemailt hat. Sie hat auch schon mehrmals stundenlang mit uns telephoniert. Obwohl die Welpen erst drei Wochen alt sind, will sie unbedingt die Erste sein, die sie sich ansehen und den besten aussuchen darf. Das Wesen ist ihr das Wichtigste an einem Hund, sagt sie. Er muß außerhalb erstklassig sozialisiert und gezogen sein. Sie hat immerhin hohe Ambitionen im Hundesport, insbesondere Obedience, deshalb kommt nur einWelpen aus erstklassiger Zucht in Frage, auf sportliche Leistung hingezüchtet, mit den besten Papieren und möglichst vielen Champions im Stammbaum, der besten Sozialisierung und Kinderstube. Deshalb müsse sie sofort kommen und die Welpen möglichst früh sehen. Sie muß schließlich genau den Richtigen, den künftigen Weltmeister, finden, mithilfe der Welpentests, von denen sie gehört hat.

Frau H ist ja schon erfahren, denn sie hatte bereits einen Border Collie, mit dem sie in ihrem Hundeverein den Unterordnungs-Kurs begonnnen hat. Dort hat sie herausgefunden, daß man nur mit einem reinrassigen Tier, mit mindestens drei nachgewiesenen FCI-Generationen im Stammbaum, bei den FCI-WMs teilnehmen kann.

Natürlich kam der letzte Border Collie nur ins erste Semester seiner Ausbildung, aber er war ja auch ohne Papiere, und jetzt weiß Frau H auch genau, wie es geht, und mit dem nächsten Hund strebt sie direkt und ungebremst aufs WM-Stockerl.

Den letzten Border Collie, den ohne Papiere, hatte die Familie vor kurzem mit eineinhalb Jahren einschläfern lassen müssen. Eine Serie von Verhaltensauffälligkeiten, nicht enden wollenden Krankheiten von ständig wiederkehrenden Lahmheiten über Pankreasbeschwerden und Schilddrüsenproblemen, endete schließlich in immer schlimmer werdenden epileptischen Anfällen, von denen man den Hund letztendlich erlösen mußte.

Aber so süß war er gewesen, als Welpe. Im Urlaub am Bauernhof in Ungarn, hatte der Nachbarsbauer zwei Würfe im Schuppen versteckt gehabt. Beide aufgezogen von einer English Setter Hündin, da die Border Collie-Mutterhündin ein paar Wochen nach der Geburt verstorben war. Warum hatte niemanden interessiert - es gab ja noch die andere Mutterhündin.

Die Kinder hätten so gern einen Welpen gehabt, waren immer wieder hinübergegangen und hatten sie angeschaut. Herr H war gar nicht abgeneigt, denn bekanntlich sind Border Collies die gescheitesten Hunde der Welt, und gescheit ist Familie H, besonders Herr H, schließlich auch.
Im ungarischen Welpen-Schuppen ist es dunkel, die Welpen sind schmutzverkrustet, die Äuglein verpickt, die Setter Hündin verschreckt. Aber so ist das eben am Land. Ungarischer Landschmutz ist ganz normal.

Mit dem Bauern wurde verhandelt, so erzählt der geschäftstüchtige Vater H stolz: Man zeigte sich mäßig interessiert, fragte, ob die Hunde ohne Papiere billiger zu haben seien. Ja, man könne sie mit oder ohne Papiere bekommen, ohne Papiere um einen geradezu sagenhaften Preis, ein richtiges Schnäppchen. Aber Vater H weiß: nur nicht zu viel Interesse gezeigt, das treibt den Preis hoch. Mit in Erinnerung an seine eigene Geschäftstüchtigkeit glänzenden Augen erzählt Vater H, wie der Bauer bis zum Abreisetag hingehalten wurde. Knapp vor der Abfahrt bot er noch einen weiteren Preisabschlag an. Da war der Deal komplett, der Welpe eingepackt, samt einem Sack Essensresten (sein gewohntes Futter!) Vater H kommen jetzt noch die Freudentränen, wenn er daran denkt, daß er vier von den ungarischen Welpen hätte kaufen können um den Preis eines österreichischen Rasse-Hundes.

Und so süß war der Kleine! Die Kinder hatten so viel Spaß mit ihm. Es war zwar etwas mühsam, ihn immer wieder unter dem Tisch hervorzuziehen, unter den er sich am liebsten verkroch, aber die Kinder waren ja wendig.

Das mit dem Gassigehen war leider ein Drama. Auf der Straße hatte er solche Angst, vor Leuten, Hunden, dem Verkehr, und sowieso machte er Lackis am liebsten unter seinem Tisch.
Also mußte man ihn zur Oma aufs Land umplatzieren, die es in ihrem Garten auch nicht so störte, als er Stoffwechselprobleme und Dauerdurchfall bekam.

Als man ihn mit einem Jahr wieder in die Kleinstadt zurückholte, weil die Oma mit ihm an der Leine überfordert war, war er über die Kinder nicht mehr so begeistert (knurrte und flüchtete unter den altbekannten Tisch), aber da hatten sie ja auch nicht mehr so viel Interesse an ihm, weil er ja nicht mehr so fluffig und süß war. Eine Hundeschule wurde besucht, denn das mit dem Gassigehen gestaltete sich wirklich ziemlich schwierig und er riß in alle Richtungen an der Leine, einmal aus Angst, dann wieder knurrend. Außerdem schnappte er jetzt immer wieder nach den Kindern.

Man muß zugestehen, daß sich das Ziehen aber etwas besserte, nachdem die ersten Lahmheiten auftraten. In der Hundeschule hatte Frau H inzwischen gelernt, daß es sich meist nicht lohnt, einen Welpen ohne Papiere und gutes Elternhaus, ja sogar ohne die Eltern gesehen zu haben, aus dem Ausland mitzunehmen. Und einige ganz tolle Border Collies hatte sie in der Hundeschule auch gesehen, die alles konnten, und viele Pokale gewannen.

Als dann also der arme Rusty mit eineinhalb Jahren eingeschläfert werden mußte, und sein ungarischer "Züchter" nichts von Schadensersatz wissen wollte, war klar, daß ein Border Collie vom guten Züchter her mußte.

Frau H ist inzwischen auch ganz im Hunde-Vereinsgeschehen aufgegangen und macht gerade die Kursleiterprüfung und wird demnächst den Welpenkurs leiten dürfen. Als Trainer muß man schon einen ordentlichen Hund haben.

Frau H dreht ein paar Welpen auf den Rücken, testet durch Zwicken zwischen den Zehen ihre Frustrationstoleranz und läßt einen Luftballon zerplatzen. Sie läßt klar durchblicken, daß es ein Privileg für einen Züchter ist, wenn sie sich einen Welpen aussucht. Unsere Welpen kommen ihr eigentlich nicht optimal gezeichnet vor, meint sie. Für die unregelmäßige Zeichnung wären sie doch ein bißchen teuer. Das hat sie sich eigentlich anders vorgestellt. Obwohl ihr ja das Wesen so wichtig ist, aber wenn die Zeichnung nicht optimal ist......
Ob sie einen Abschlag bekommt wegen unregelmäßiger Blesse?

In Ungarn bekommt man um den Preis schließlich vier Welpen. Mit gleichmäßiger Blesse, erinnert uns Herr H.
Außerdem sei doch der schönste Welpe in unserem Wurf, der einzige, der in Frage kommen würde, der bereits fix vergebene. Könne sie nicht doch den haben? Es wurmt sie sichtlich, daß sie trotz der vielen Telephonate nur den zweiten Welpenbesichtigungstermin bekommen hat, nicht den ersten!

Wir sollen es uns noch einmal überlegen, sie würde dann morgen wieder anrufen und wegen dem Abschlag nachfragen.

Frau H hat uns zwei Wochen später dankenswerterweise mitgeteilt, daß ihr Mann bereits einen Border Collie mit Papieren und gleichmäßiger Blesse gefunden hat. Wieder in Ungarn, wo man sie bekanntlich billiger im Kombipack bekommt. Diesmal aber aus einem FCI-Show-Zwinger.

Nachdem er immerhin auch dreimal teurer war als Rusty, hoffe ich bei einer FCI-Zucht doch, daß er auch mindestens dreimal so alt wird wie Rusty, also viereinhalb. Sonst stimmt ja Herrn H's geschäftstüchtige Rechnung nicht mehr!

Jeder bekommt ja laut einem alten Sprichwort, genau den Hund, den er verdient. So hat Familie H jetzt wenigstens einen halbwegs günstigen Hund mit der richtigen Sorte Papieren und Blesse.Hoffentlich sind die Eltern gesundheitlich optimal untersucht, und hoffentlich hat der neue Welpe den Zwick-Test mit Bravour bestanden. Hoffentlich sind ist Familie H mit der Eignung ihres neuen Familienmitgliedes für den Leistungssport ebenso zufrieden wie mit dessen Preis. Und hoffentlich sind die ungarischen Show-Züchter recht hilfreich bei der Ausbildung und auch bei Sorgen jederzeit zu erreichen.
Eine seltsame Regel: Je weniger ein Züchter selber mit seinen Hunden macht, umso mehr scheint er offenbar davon überzeugt zu sein, daß sich ohnehin jeder gesunde Border Collie für jeden Sport genau gleich gut eignet.
Aber vermutlich haben sie das mit Sport ohnehin nicht ganz so ernst gemeint und die Eignung als Familienhund war ihnen letztendlich am wichtigsten.

Ein Vorteil mit Familie H ist immerhin, daß Herr H einen gratis arbeitenden Tierarzt zu haben scheint:
Denn über die bestimmt in beträchtlichem Maße angefallenen Tierarztrechnungen wegen Rusty's Krankheiten hat er mit keinem einzigen Wort geklagt, als er uns über sein Spartalent bei der Hundewahl vorgeschwärmt hat.
Die Border-Wahl der Familie H (eine - fast - wahre Geschichte)
Zur Geschichte - click here